Ziel 2018
am 17.06. 13:00 Uhr von Highspeedkiller

Ziel 2018
am 06.05. 00:03 Uhr von bicimigo

Ziel 2018
am 05.05. 10:30 Uhr von Axl

Ziel 2018
am 04.05. 18:49 Uhr von Reinerdir

Ziel 2018
am 04.05. 18:48 Uhr von Axl

 
Night of the 100 Miles
Allgemein, Fotoalbum

Irgendwann im Mai oder so hat jemand gepostet, dass es eine Tour von 83 und 160 Km (100 Miles) geben wird.
Start ist spÀter Abend und Ziel ist der Sonnenaufgang auf der Halde Hoheward. (5.22Uhr)
Anmeldung 10 Euro.
10 Euro?
Zack, angemeldet.

Ich fahre eh sehr gern nachts Fahrrad, muss mich aber etwas darauf vorbereiten (Kein Alk, viel Kohlenhydros, weniger Gegrilltes. (Was das Schlimmste war:-) )
Hat aber irgendwie geklappt. Track aufs Garmin gekloppt und ab dafĂŒr. Nach Essen zum Startplatz an der RadmosphĂ€re habe ich mich bringen lassen. Soo fit bin ich dann auch nicht. Achso, ich habe mich ĂŒbrigens fĂŒr die 83Km Bummelrunde entschieden. Weil 160Km mit meinem 26“ motorlosen MTB – da ist es besser, sich mit einem Meter Gardena Gartenschlauch den Arsch versohlen zu lassen.
Angekommen, muss man erst mal einen Haftungsausschluss ausfĂŒllen. Dann bekommste einen Zipperbeutel, in dem Du die Kassenbons aufbewahren kannst. Kassenbons?
Die Checkpoints waren Tankstellen. Dort musste man was kaufen und als Beweis den Bon vorlegen. Super Idee.

Alles ausgefĂŒllt und noch 3 Minuten das Russenspiel (Fussek) geguckt und wieder raus. Checken was Phase ist. Da, da winkt ein Wesen, ist das…… ja… das ist Reiner. Neben ihm sitzt Axel. Ich also hin und ein höfliches Hallo gesagt. Reiner, ja,…was war denn da los? Reiner funkt mich ein paar Stunden vor Tourbeginn an, ob ich die GPX-Datei hĂ€tte. Hei jei jei. Das wĂ€r ja was gewesen. Schön auf Kontakt fahren. Aber, dank seines Smartphones, konnte Reiner den Instrumentenflug starten. Die „Polarinvestition“ war wohl ein Griff ins Klo.
Jedenfalls machen wir uns alle fertig und bereiten uns aufgeregt auf die Nachttour vor.

Um 20 Uhr gab es eine kleine „Fahrerlagerbesprechung“. RĂŒcksichtnahme, Streckenbeschreibung, was halt so ĂŒblich ist.
Das Startfenster fĂŒr die 100 Milen Runde war von 20.45h – 21.00h. FĂŒr die Bummelrunde
21.45 – 22.00 Uhr. Das Fahrerfeld sollte einfach nur entzerrt werden. Ist auch gut gelungen.
Reiner und Axel waren um 20.45 weg. Ich eine Stunde spĂ€ter. Es war noch hell und irgendwie musste ich erst mal meinen Tritt finden. Viel Trasse, als ich plötzlich in MĂŒlheim war. Voll durch die Stadt. Besser noch, wir mussten ALLE ĂŒber die Kirmes fahren/laufen. Da wurde es echt eng.
Als der Track entstanden ist, stand die bestimmt noch nicht. Haben es aber geschafft. Weiter geht’s. Stadt, Trasse, Radweg. Vorbei am Wassermuseum. Das war dann auch das Einzige, was man noch im Halbdunkel erkennen konnte. Irgendwo da habe ich jemanden getroffen, der als Navigationshilfe sein Tablet auf seinen Lenker montiert hat. Gut, da kann ich mit meinem 2,2 Zoll Navi nicht gegen anstinken. SpĂ€ter stellte sich heraus, dass er fĂŒr einen „fröhlichen“ Radladen in Dortmund arbeitet. Und dann macht er so eine Konstruktion aufs Rad?

Jetzt ist es ziemlich dunkel und man erkennt nur noch Landschaftspunkte. Wie die A40 oder den Hafen Duisburg. Nach 25Km ist der erste Checkpoint erreicht. Die blaue Tankstelle wird ziemlich schnell ĂŒberrannt und die Benzin- und LebensmittelfachverkĂ€uferin war auch ĂŒberfordert. Wollte doch jeder Penner den Scheiß Bon.
Der nĂ€chste geografische Punkt war der Landschaftspark Duisburg Meiderich, der nachts echt klasse beleuchtet ist. Einfahrt war am großen Windrad, vorbei an den 3 LĂŒftern ĂŒber die Hochofenstrasse, links das Fahrerlager der Haldenbiker mit Tunnel. Unterm Hochofen etwas die 24h Strecke gefahren, ging es wieder raus aus dem LaPaDu.
Jetzt geht es Richtung Oberhausen. Endlose Trassen. Und die sind wirklich dunkel. Außer meinem Lichtkegel, flĂŒchtenden Igeln und reflektierenden Fuchsaugen hat man nichts gesehen. Dann etwas Stadt und bei Km 52 war der 2. und fĂŒr mich letzte Checkpoint. Wieder blaue Tanke. Und man trifft wieder die Leute, die man auch am ersten getroffen hat. Man fĂ€hrt ja doch mit den selben Leuten, obwohl man (ich jedenfalls) darauf aus ist, grĂ¶ĂŸtenteils allein zu fahren. Hab nicht so’n Bock auf Kotelett anne Backe.
Ein Blick auf die Uhr sagt: 1.30 Uhr. Scheiße. Es sind nur noch 32km zu fahren. Die Brötchenausgabe ist erst ab 4.45 Uhr auf dem Platz der Zeche Ewald. Der Sonnenaufgang ist um 5.22.
Da rechnen wir mal:
Zeit bis Brötchen = 3 Stunden und 15 Minuten.
Jetzt teilen wir die Zeit durch Km und haben den noch folgenden Minimalschnitt, den ich fahren muss. Ganze 10,2 Km/h.
Wie soll ich das denn machen? Kipp ich ja um. . . Also trödel ich wie ein echter Oberhausener noch an der Tanke rum und unterwegs mache ich genau das selbe. Jetzt muss ich aber los.
Also der Bahnhof Bottrop-Osterfeld ist verdammt groß. Ehrlich gettz. Und immer weiter durch Kleingartenanlagen, Schottertrassen und Stadt. Ich sehe auf meinem Navi einen Track, dem ich stupide nachfahre. Herangezoomt auf 50 Meter. Das war echt nötig. Ich bin tatsĂ€chlich dieser Linie nachgefahren. Ich wusste nicht was da auf mich zukommt. Man sieht nichts, aber alles ist fahrbar.
Geil, wenn man sich nach ein paar Km eingegrooved hat. Ist ja doch was anderes als tagsĂŒber.
Jetzt sind es nicht mehr viele Orientierungspunkte, an denen ich vorbei muss.
B224 , Emscher , Rhein-Herne-Kanal, Hafen Graf Bismarck. Oh…hier war auch noch mal gut…
Im Lichtkegel tauchte plötzlich an irgendsonner Mauer ein vögelndes PĂ€rchen auf. Im Stehen. Sie ihr Röckchen schön ĂŒber die HĂŒfte, er die Buxe auf Kniehöhe. Jetzt bloß keine Anziehversuche machen. Das wĂŒrde die Sache nur noch verpeinlichen.
Mit einem „mmmmmmorgÀÀÀn“ bin ich genauso schnell verschwunden wie ich erschienen bin.
(Um nicht gekommen zu schreiben)
So, nochmal Rhein-Herne-Kanal, Emscher und schon bin ich im Emscherbruch und am Ewaldsee. Nur noch ĂŒber die Straße und bin dann am Ziel.
Mist. Bin zu frĂŒh und als erster da. Es ist 4.09Uhr.
Na gut, muss ich wohl warten. Nach und nach trudeln natĂŒrlich die anderen ein.

PĂŒnktlich um 4.55Uhr kam der Lieferwagen von BorbĂ€cker und hĂ€ndigte gegen Vorlage der gesammelten Kassenbons Brötchen aus. Habe ich gesagt, dass es Zipper-Beutel gab.,? Die waren von der Firma Shimano. Mussten wir aber wieder abgeben. Also komplett mit Bons und Zipper und Trallala. HĂ€? Dachte, die können wir zum Feuer anmachen behalten?…
Aber da befand sich ja auch unsere Startnummer drin. Finisher bekommen in ca. 2 Wochen einen Button ? oder Patch? Zugeschickt. Ich weiß gar nicht, ob es AusfĂ€lle gab. Von platten Reifen habe ich gehört. Aber sonst nichts. Also Brötchen in den Rucksack und 100 Höhenmeter die Halde rauf.
Die gesamte Tour hatte etwa 588 Höhenmeter. (Davon 100 die Hoheward)
Geht doch gleich die Sonne auf! Zwischenzeitlich haben die Organisatoren Kaffee, Milch, Zucker und Saft mit Cargo-Bikes auf die Hoheward geschafft. Astrein.
Oben dann „gefrĂŒhstĂŒckt“und den 7-minĂŒtigen Sonnenaufgang beobachtet.

Nach dem kurzen VergnĂŒgen bin ich dann nach Hause gefahren. Ich hatte den ganzen XC-Trail fĂŒr mich allein. Aber, es hat mich ja doch ganz schön durch gerĂŒttelt. Die Konzentration war dahin. Über die Trasse dessen Name ich nicht kenne, habe ich noch diese Schönen Bilder gemacht:

Ich möchte hier noch ein Bild von Reiner posten, welches besonderen Respekt verdient hat:

Ich hingegen hatte nur 97 KM auf dem Tacho. Aber, es soll ja noch Spaß machen.
Vielen Dank fĂŒr Eure Zeit zum Lesen dieses Berichtes.

Sportliche GrĂŒĂŸe
Marcel


Der Beitrag wurde am Mittwoch, den 11. Juli 2018 um 19:01 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemein, Fotoalbum abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst zum Ende springen und ein Kommentar hinterlassen. Pingen ist im Augenblick nicht erlaubt.

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