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24h-Schlammschlacht in Lofer
Fotoalbum

Es war ein Rennen der Superklasse. Ein toller Ort, dem alle Rennfahren beim Frühlingserwachen tüchtig unter die Arme gegriffen haben. Hervorragende Ergebnisse für die Haldenbiker, viel Regen, noch mehr Schlamm.
Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen wie dreckig so ein MTB werden muss, damit man damit nicht mehr fahren kann.

Aber der Reihe nach.
Aufgrund einer Zwangspause bei der Anreise nach Lofer, ein Kupplungsschaden am Lofermobil, sind wir erst am Freitag, statt schon am Donnerstag angereist. Die Zwangspause in Grabenstätt erlaubte uns einen kleinen Blick auf den Chiemsee und das beschauliche Leben in so einem süddeutschen Dorf. Unser ganz großer Dank geht an Uli, der uns an die richtige Werkstatt verwiesen hatte und natürlich an die Schrauber vom Autohaus Kierner, die unser Lofermobil wieder auf Trab gepracht haben. Freitag Nachmittag konnten wir endlich weiter…
Nach der Ankunft in Lofer ging es dann an die üblichen Vorbereitungen.
Udo, der, ohne Kupplungsschaden, bereits am Donnerstag angereist war, hatte einen hervorragenden Platz direkt an der Strecke ausgewählt. Also, Zelt aufbauen, Räder vorbereiten, Strecke checken.
Hui, der Downhill über den patsch nassen Skihang ist ganz schön glitschig. Schon bei den Trainigsrunden zeigte sich, dass es hier sowohl fahrtechnisch, als auch fahrradtechnisch einige Herausforderungen zu meistern sind. Obwohl erst wenige Fahrer ihre Proberunden gedreht hatten, war die Tendenz zur Schlammschlacht schon deutlich zu erkennen.
Nachdem es dann in der Nacht von Freitag auf Samstag ordentlich durchgeregnet hatte, wurde ein Großteil der Schlammstrecke schon vor dem Start aus der Runde genommen. Ob das was bringt?
Samstag Mittag, 13.00 Uhr, es geht los. LeMans-Start.
Erst die 8ter Teams, dann die 4er, die 2er und dann die Königsklasse, die Solofahrer.
Den Berg rauf, den etwas entschärften Skihang runter, durch den Tunnel, am Loferbach entlang, durch die Tecfields, über die Straße nach Lofer rein, ein paar Kurven durch die Stadt und dann wieder den Berg rauf.
Es dauerte nur wenige Minuten bis die ersten Fahrer an unserem Lager vorbei schossen. Das Gräusch der Stollenreifen wird uns jetzt die nächsten 24 Stunden begleiten.
Es zeigte sich sehr schnell, dass der Skihang und die Tecfields, eine wellige Wiese mit ein paar fiesen Hindernissen, von Fahrer und Material alles forderten. Gras und Schlamm setzten sich in sämtlichen Ritzen, Zahnrädern, der Schaltung und allen anderen beweglichen Teilen fest. Nach ca. 3 – 4 Runden musste jedes Rad mit der Kübelspritze gereinigt werden. Trotz leichter Proteste der Einzelfahrer aufgrund dieser Zwangspausen in unserem Lager, zeigte sich, dass die Reinigung von Vorteil war. Mal eben 1 – 2 Kilo Schlamm vom Rahmen kratzen, nein, das ist nicht übertrieben, Kette reinigen, Schaltung gängig machen und ordentlich Sprühöl wurden nach bereits kurzer Zeit als Wohltat empfunden.
Obwohl es am Samstag Abend so aussah als würde die Strecke langsam trocknen, war das Wetter der Meinung ein wenig Regen könne nicht schaden. So wurde noch einmal ordentlich nachgelegt.
Der Veranstalter sah sich dadurch gezwungen die Strecke immer weiter zu verkürzen, was aber dem Rennvergnügen (Kann man das so sagen?), nicht geschadet hat. Am Sonntag sollte dann geprüft werden, ob man die Strecke nicht wieder verlängert.
Die Konsequenz: Die Einzelfahrer mussten wirklich durchfahren. Es war eigentlich eine längere Pause in der Nacht geplant, aber wer kann schon schlafen, wenn man kurze, schnelle Runden fahren kann. Da schläft man doch lieber wenn die Runde wieder länger ist. So dachten wir uns das, aber die Runde wurde nicht wieder länger. Es blieb bei der kurzen Strecke und selbst die hatte Ihre Tücken.
Der Schlamm war von den Fahrern inzwischen über die komplette Strecke verteilt. Der Regen sorgte für eine hervorragende, glitschige Konsistenz, die nachlassende Konzentration für den Nervenkitzel.
Die engen Kurven im Ort, am Samstag noch mit ordentlicher Geschwindigkeit zu nehmen, wurden zu einer Zitterpartie. Wer hier zu schnell war, wurde mit spontanem Bodenkontakt belohnt.
Zum Glück gab es im Team keinen Ausfälle. Die wenigen technische Probleme, ein Plattfuß, ein defektes Pedal und ein deformiertes Schaltwerk, konnten uns nicht aufhalten.
Gegen Ende des Rennens war dann ganz Lofer auf den Beinen. Ich frage mich, wo die ganzen Leute alle wohnen, die, besonders im Start/Ziel-Bereich, gejubelt haben.
Sonntag Mittag war’s dann vorbei. 24 Stunden, schwups, und vorbei.
Für die Haldenbiker ein riesiger Erfolg.
Platz 8 für das Zweierteam Pedro und Udo.
Platz 15 für Solofahrer Elmar und
Platz 17 für Solofahrer Flavio.
Dreckig, glücklich und voller Vorfreude auf den anstehenden Uralub in Istrien bauten wir dann unser Lager ab.
Nochmal Lofer? Nur wenn’s nicht regnet.


Der Beitrag wurde am Sonntag, den 30. Mai 2010 um 11:26 Uhr veröffentlicht und wurde unter Fotoalbum abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

Eine Reaktion zu diesem Beitrag.

#476 von Palle am 2.06.2010 um 17:57 Uhr

Respekt, Jungs !!!!!!!!!!!
…und sooo schön dreckig, da stehen die Mädels drauf :-))

Fein gemacht,
Palle


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